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07.06.2026
Medien berichten über unsere Eröffnungsfeier
In einem aktuellen Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung (HAZ) wird das Freibad Bodenburg beleuchtet. Der Artikel hebt hervor, wie wichtig das Freibad für die Gemeinschaft ist. Danke an Michael Vollmer für seinen aufschlussreichen Bericht über die Entwicklungen und Aktivitäten im Freibad, die zur Förderung des gemeinschaftlichen Miteinanders beigetragen haben.
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Die HAZ berichtet
Es ist geschafft: Nach umfangreicher Sanierung ist das Bodenburger Bad wieder geöffnet
Bodenburg - Es sah zwischenzeitlich danach aus, als sei das Bodenburger Bad Geschichte. Doch dank der Bemühungen vieler Ehrenamtlicher konnten nun am Sonntag wieder große und kleine Badegäste ins Wasser springen.
- von Michael Vollmer
- Hildesheimer Allgemeine Zeitung Veröffentlicht am: 7. Juni 2026 - 19:48 Uhr
Geschafft: Das Bodenburger Bad ist wieder offen – nach der Eröffnung waren die kleinen und großen Leute nicht mehr zu bremsen. Gemeinsam ging es ins 21 Grad warme Wasser. Foto: Michael Vollmer
Bodenburg - „Wir haben es geschafft“, ruft die Vorsitzende des Vereins Freies Bad Bodenburg, Ute Hoppe, in die Menge. Die vielen Gäste, die nach der umfangreichen Sanierung der Anlage ins Bad gekommen waren, lassen sich nicht lange bitten und beginnen zu jubeln und zu klatschen. Die Freude ist riesig, dass nach einer zweijährigen Bauzeit nun wieder nach Herzenslust gebadet werden kann.
Dazu konnte der Sonnenschein für den besonderen Saisonauftakt kaum bessere Bedingungen bieten. So zog es nach dem offiziellen Teil dann auch zahlreiche kleine und große Leute ins 21 Grad warme Wasser. „Eine spannende und aufregende Zeit liegt hinter uns“, erklärte die Vorsitzende. Tausende ehrenamtliche Stunden seien von vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern erbracht worden. Dazu haben Spenden und Fördermittel dazu beigetragen, eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. „Wir schreiben Geschichte“, betonte Hoppe.
1,8 Millionen Euro für die Sanierung
Rund 1,8 Millionen Euro hat die Sanierung des Bades gekostet. Das Projekt teilte sich auf drei Abschnitte auf. Nach dem Becken standen die Technik und dann die Gestaltung der Anlage im Fokus. Die Umsetzung des ersten Teils sei nur möglich durch den Zuschuss der Stadt Bad Salzdetfurth in Höhe von 450.000 Euro und der Eigenmittel gewesen. „Dafür wurde viel gesammelt. Die Unterstützung war groß“, erklärte die Vorsitzende. Dann kam die Zuwendung einer halben Million Euro aus dem ZILE-Topf für die Erneuerung der gesamten Technik. Weitere 80.000 Euro wurden im LEADER-Programm für den dritten Abschnitt gewährt. Der Landkreis gab 20.000 Euro als Co-Finanzierung dazu. „Bürgerliches Engagement lohnt sich“, betonte Hoppe.
Die Vorsitzende erinnerte daran, dass erst viel Überzeugungsarbeit bei der Politik und Verwaltung notwendig war. Jens Kalkmann hat als Architekt schon zahlreiche Projekte von Vereinen begleitet. Aber einer, der ein Bauvorhaben mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro fast ohne Geld starten wollte, war bisher noch nicht dabei. „Sie sind aber einfach unheimlich verrückt motiviert und haben einen zwölfköpfigen Beirat. Ein normaler Vorstand kann so etwas nicht stemmen. So etwas muss wie eine Firma geführt werden“, erklärte Kalkmann. Es habe sich gelohnt, für das Bad zu kämpfen. „Wir haben das ja auch nicht nur für die nächsten drei Jahre gemacht, sondern für die nächsten 50 und damit auch für unsere Kinder und Enkel“, betonte der Architekt und Planer.
Verein trotzte der drohenden Schließung
Dabei hätte am Anfang alles nach einer Schließung ausgesehen. Der Verein habe sich aber nicht entmutigen lassen und nach Lösungen gesucht. Es galt zunächst auch, die Politik und Verwaltung zu überzeugen. Einige im Ort hätten Plakate gemalt und sogar eine Demo veranstaltet. Die Maßnahmen sorgten dafür, dass sich wieder mit dem Thema beschäftigt wurde. „Eigentlich war das Bad abgeschrieben. Im Februar 2024 gab es eine Mitgliederversammlung im Bullenstall. Dabei wurde der Beschluss gefasst, dass der Verein das Bad komplett übernimmt“, erinnerte Jens Kalkmann. Der Überlassungsvertrag hat zunächst eine Gültigkeit von 50 Jahren.
Ein Wendepunkt sei aber auch eine eigene Förderrecherche gewesen, bei der – entgegen der Aussage der Verwaltung – doch Fördermittel in greifbare Nähe gerückt sind. Dabei war die Aufteilung in die drei Maßnahmen von Vorteil. Ganz wichtig sei auch der CDU-Antrag im Stadtrat gewesen, dem Verein das Bad zu übergeben. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Bad ist jetzt mit seinem Wasserspielplatz, mit dem neuen 50-Meter-Becken, der neu gestalteten Außenanlage und den Liegeflächen auf dem neuesten Stand der Technik“, unterstrich der Planer.
Nachhaltige Sanierung
Besonderes Augenmerk lag während der gesamten Sanierung auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Durch den Einsatz moderner Wassertechnik, solarer Energiegewinnung und wassersparender Systeme gelte das Freibad nun als zukunftsweisendes Beispiel für einen klimafreundlichen Freibadbetrieb im ländlichen Raum.
Von Michael Vollmer


